Die neue EOS 6D: Die ultimative Hochzeitskamera?

736114_317553028349059_634643999_oZugegeben: Eine kühne Behauptung angesichts der 5D Mark III und der D1X. Oder im Lager der Nikonianer der D800 oder der D4. Kann eine „Einsteiger-Kamera“ da wirklich mithalten? Über die 6D wurde schon viel diskutiert, bevor sie überhaupt auf dem Markt war. Da wurden Features gelobt und verrissen, die noch niemand getestet hatte, Canon wurde beschimpft und gehuldigt: Kurzum, ein uneinheitliches Bild. Inzwischen ist sie auf dem Markt, die ersten Test liegen vor und -noch viel wichtiger als aller Laborkram- Fotografen aus Fleisch und Blut fotografieren damit u.a. andere Menschen aus Fleisch und Blut.

Ich bewerte die Kamera hier genau für meine Zwecke und unter meinen persönlichen Voraussetzungen: Dies ist kein wissenschaftlicher Test, kein strukturierter Modellvergleich, sondern ein Praxisbericht. Ich fotografiere fast ausschließlich Hochzeiten, manchmal Hunde. Und ich habe bereits eine 7D im Schrank. Diese war bisher mein Arbeitspferd. Sie ist schnell, hat einen tollen Autofokus, liegt großartig in der Hand und ist zuverlässig wie ein Lanz-Bulldog. Ja: 18 MP auf einem Crop-Sensor machen sie zu einer kleinen Diva, aber ich liebe sie. Eine kleine 550D war Backup für den schlimmsten aller möglich denkbaren Fälle: Totalausfall der EOS 7D. Zum Glück ist dieser Fall nie eingetreten.

Solange es die 5 DMark II gab, habe ich immer wieder überlegt, die 7D gegen die 5D Mark II zu tauschen, denn der Wunsch nach Vollformat wurde doch größer. Tests gelesen, angefasst, Bilder angeschaut, Features verglichen und bei der 7D geblieben: Es ist und war in den letzten Jahren einfach die modernere, schnellere Kamera, nach dem großen Firmware-Update war sie erst recht wieder up to date. Also habe ich meine ersten 15 Hochzeiten mit einer Crop-Kamera fotografiert. Yes we can!

Weshalb ich überhaupt nach einer neuen Kamera Ausschau hielt? Ich wollte mit 2 Kameras gleichzeitig fotografieren, um nicht ständig Objektive wechseln zu müssen und trotzdem von 24-200mm immer alles dabei zu haben. Die Arbeitsweise mit nur einer „echten“ Kamera und einer „Notlösung“ als Backup in der Tasche war für mich unbefriedigend. Dabei wollte ich die Vorteile von Vollformat und Crop kombinieren.

Nach Erscheinen der 5D Mark III war ich kurz versucht, mir diese zuzulegen: Toller Autofokus, hohe ISO-Empfindlichkeit, geniales Gehäuse, guter Griff, stabil, wetterfest, schnell. Aber 3300,- Einstieg und jetzt noch 2800,- Straßenpreis sind einfach nicht drin und vielleicht auch den Preis nicht wert?

Also weiter warten. Dann kam die Ankündigung zur 6D. Viel Krams, den ich im Leben nicht brauche: GPS, WLAN, Video. Dafür: kärglicher Autofokus, langsamer, weniger Konfigurationsmöglichkeiten, kein Joystick, kleinerer Sucher, keine Master-Blitzsteuerung. Hmm…, ob das was taugt?

Was mich schließlich zum Kauf bewogen hat: Die allseits gelobte Bildqualität auch in hohen ISO-Bereichen. Seit ich sie habe, möchte ich sie nicht mehr hergeben. Nicht obwohl ich noch die 7D habe, sondern gerade weil ich sie habe: Die beiden sind in der Kombination unschlagbar: Alles was der 7D fehlt, bringt die 6D mit und umgekehrt. Die beiden sind wie für einander gemacht:

Die 7D ist schnell und hat einen klasse Autofocus. Am Crop wird aus meinem 70-200 2.8 L ein Tele bis 320mm. Sie ist robust und wassergeschützt und die professionellste Crop-Kamera, die ich kenne.

Dafür sind ihre ISO-Möglichkeiten begrenzt, sie ist laut wie ein Traktor (vor allem im Serienbild-Modus) und im Weitwinkelbereich muss man sich mit Ultraweitwinkeln (bei mir ein Tamron 10-24mm) behelfen, die nur eine begrenzte Bildqualität liefern. Außerdem sind die klassischen Immerdraufs (24-70 2.8 L) keine Immerdraufs, weil sie doch recht weit in den Telebereich verschoben sind. Für jemanden, der gerne weitwinkelig unterwegs ist, fehlt dort immer etwas, bzw. es werden ständig Objektivwechsel nötig, weil einem ein paar Millimeter Brennweite untenrum fehlen.

In dunklen Kirchen kam die 7D immer wieder an ihre Grenzen: ISO-Bereich und Geräuschkulisse waren die entscheidenden Faktoren, ihr die 6D an die Seite zu stellen. Auf geht’s:

Ausstattung:

Auf den Autofokus gehe ich unten gesondert ein, hier nur ein paar Dinge, die mir auffielen:

  • Leider nur zwei Speicherplätze für persönliche Einstellungen, die ich gerne nutze, insbesondere, um schnell zwischen „Kirche“ und „Draußen“ umstellen zu können. Die 7D hat drei, schade.
  • SD-Karten statt CF. Ich persönlich hatte meinen bisher einzigen Kartencrash mit CF-Karten, stehe deshalb der SD nicht allzu skeptisch gegenüber. SD sind deutlich billiger, weiter verbreitet und kleiner. Was eher fehlt: Ein zweiter Schacht für Backups. Hat die 7D zwar auch nicht, wäre aber toll gewesen. Andererseits: Früher war auch kein Backup-Film in der Kamera. Meine Lösung: Eher kleine Karten wählen und häufiger wechseln, statt eine Hochzeit auf eine Karte zu packen.
  • Keine Drahtlossteuerung für externe Blitze, da kein Aufklappblitz vorhanden. Zugegeben, blitzen wird angesichts durchaus verwendbarer ISO 12500 immer seltener, aber das System der 7D ist schon toll, um drahtlos Blitze in Gruppen auszulösen und zu steuern.
  • Gleiche Akkus wie die 7D und auch die 5D (Mark II und III). Theoretisch sind also alle austauschbar. Leider hat Canon mal wieder alles getan, um Fremdhersteller zu ärgern: Meine Fremdakkus, die an der 7D super funktionieren, werden von der 6D nicht erkannt. Man kann zwar fotografieren, aber hat keiner verlässliche Akkuanzeige im Display: Auch bei vollen Akkus, ist dort das Zeichen für leer. Andererseits: Seit ich zwei Originale von Canon habe, lade ich irgendwie nicht mehr: Ich habe jetzt einen Geburtstag, ein Hundeshooting und eine Taufe fotografiert, ohne nachzuladen. Vielleicht machen 40,- € Preisdifferenz doch einen Unterschied?
  • Was ich nicht brauche und deswegen auch nicht bewerte: Video, WLAN, GPS, Szenenprogramme. WLAN könnte mal ein interessantes Feature werden, ich habe die Steuerung über iPhone ausprobiert und kann zumindest sagen, dass die Konfiguration easy ist: Die 6D baut ein eigenes WLAN auf, in das man sich mit dem Iphone einloggt, fertig.

Autofokus:

Der etwas abgespeckte Autofokus mit nur 11 Sensoren, von denen nur der mittlere ein Kreuzsensor ist, schreckte mich etwas und ist in der Tat das einzige echte Manko der EOS 6D. Das Arbeiten ist etwas anders: Wo ich mit der 7D den AF-Punkt verschiebe, fokussiere ich mit der 6D zentral und verschwenke dann den Bildausschnitt. Zugegeben, das kann auch mal ins Auge gehen und zu Unschärfen führen, wenn man mit Blende 1.4 und langen Brennweiten fotografiert.

Bedienung:

Bedienung ist immer etwas „Gefühltes“ und damit sehr individuell, ich kann daher nur meinen eigenen Eindruck wiedergeben: Die Kamera liegt gut in der Hand, die Knöpfe und Räder laufen satt und sauber. Der von „Profis“ und auch von mir früher vielgelobte Joystick ist bei der 6D durch eine 8-Wege-Wippe rund um das Daumenrad ersetzt worden. Ich muss zu meiner Überraschung sagen: Ich liebe es! Wo ich bei der 7D immer zwischen Daumenrad und Joystick wechseln muss, habe ich bei der 6D alles in der Hand, respektive im Daumen. Da ich mit beiden Kameras täglich arbeite, kann ich voller Überzeugung sagen: Die Wippe rockt!

Einige Buttons liegen anders, die Buttons am oberen Display sind nur noch einfach belegt, was ich vorteilhaft finde. Was etwas fehlt ist ein Button für den Weißabgleich, der nun über das Quickmenü erreicht wird, aber unter dem Strich gibt es nichts, was mich täglich stört.

Endlich habe ich einen Verriegelungsknopf am Wahlrad, das hat mich bei der 7D häufig zur Verzweiflung gebracht, wenn ich nach 20 Bilder feststellte, dass ich in AV und nicht mehr in M fotografierte, weil sich das Rad verdreht hatte.

Die Lupenansicht im Wiedergabemodus liegt mir mehr als die beiden Zoom-Daumentasten der 7D: Bild anschauen, reinspringen, Schärfe beurteilen, rausspringen. Dagegen dauert das schrittweise Reinzoomen der 7D sehr lange.

Die 6D ist etwas kleiner als die 7D. Ich liebe große schwere Kameras, deswegen war das eine kleine Umgewöhnung. Aber mit Batteriegriff gleicht sich alles wieder aus, insgesamt liegt die 6D gut in der Hand, ist wertig verarbeitet und weit entfernt vom Gefühl eines „Einsteigermodels“. Sie ist definitiv keine 60D im Vollformat! Sie ist übrigens ebenso aus Magnesium wie die 7D und die anderen Vollformater, nur oben, wo WLAN und GPS sitzen, muss konstruktionsbedingt Kunststoff genutzt werden.

Serienbildfunktion

Langsamer (5/s) als das Rennpferd 7D (8/s), allerdings habe ich die 7D nur im Hundesport voll ausgereizt, bei Hochzeiten fotografiere ich überlegt und lasse nicht einfach das MG knattern. Maximal habe ich die 7D beim Brautstraußwerfen mal ausgereizt, ansonsten steht sie auf Einzelbild oder maximal auf dem langsamen Serienbildmodus.

Bildqualität:

Es macht fast keinen Sinn mehr, dazu etwas zu schreiben: Die Bildqualität ist inzwischen über alle Hersteller, alle Fabrikate und alle Preisklassen durchgehend sehr gut. Die 6D macht da keine Ausnahme. Tolle Farben, großer Dynamikumfang im RAW: Es gibt nichts zu meckern, gab es aber auch bei der 7d schon nicht…

Geräusch:

Für mich als Hochzeitsfotograf ein entscheidendes Kriterium, vor allem in Kirchen. Die 6D hat einen „Flüstermodus“ sowohl im Einzelbild als auch im Serienbild, der seinem NAmen alle Ehre macht. Außer einem kleinen „klack“ hört man nichts. Sie steht bei mir standardmäßig immer auf „Silent Mode“ und ich liebe es. Endlich eine Kamera, mit der ich ungestört und dezent fotografieren kann, für mich neben den ISO-Werten das entscheidende Kaufkriterium.

FAZIT:

Ja, für mich ist sie die ultimative Hochzeitskamera. Wäre ich Dagobert Duck, würde ich auch die 5D Mark III nehmen, da ich hier alles in einem Gehäuse habe. So ist sie für mich die ideale Ergänzung zu meiner 7D. In dunklen Kirchen ist sie großartig, draußen habe ich den Gestaltungsspielraum des Vollformats zur Verfügung und kann mit Unschärfe arbeiten.

Ich habe an der 7D das 70-200 2.8 und an der 6D das 24-70 2.8 oder auch gerne mal das neue Sigma 35 1.4 Ich decke damit alle Brennweiten ab, mit einer kleinen, gut verkraftbaren Lücke zwischen 70mm und 112mm (Beginn des 70-200 an Crop 1,6), dafür habe ich dazwischen noch das 100mm Macro 2.8 L, das eine großartige Porträtlinse ist (ja, das meine ich ernst!)

Die 7D ist als Telemonster und für schnelle Aktionen mit dabei, zusammen sind sie das ideale Team, um großartige Fotos machen zu können. Wenn das nicht gelingt, liegt es definitv an mir und nicht an der Technik.

Aus meiner Sicht, unter meinen Voraussetzungen und mit meinen Themengebieten ist die EOS 6D ganz klar eine Kaufempfehlung. Wer im Geld schwimmt oder Minderwertigkeitskomplexe hat ist mit der Mark III besser beraten, ebenso alle Profis, die wirklich alles in einem GAhäuse brauchen und für die der Autofokus eine echte Einschränkung wäre. Ich hoffe, ich habe manchem Zweifler oder Zögerer die Entscheidung erleichtert. Alle Fehler gehen zu meinen Lasten, über Feedback freue ich mich natürlich!

About the Author:
Hat Geschichte studiert und will mit Bildern Geschichten erzählen. Wenn er fotografiert ist er glücklich, wenn die Fotografierten glücklich sind, ist er erst recht glücklich. Autodidakt mit aktueller Tendenz zum Weniger ist Mehr.


15 Comments:

  1. Jürgen Rahn
    März 01, 2013

    Danke für diese interessant geschriebene Beurteilung der 6D.

    In weiten Teilen decken sich die Einschätzungen mit meinen Erfahrungen bez. der 6D.

    Unterschiede sehe ich in der Beurteilung der Bedienung, aber dies ist ja immer sehr subjektiv.

    Beste Grüße

    • Matthias Fischer
      März 02, 2013

      Ha, da hast Du recht, die Bedienung ist immer subjektiv. Ich kann nur sagen, dass ich mich gut dran gewöhnt habe.

      LG
      Matthias

  2. christian fürst
    März 02, 2013

    In fast allen Punkten weitgehende Übereinstimmung. Allerdings hab ich noch nicht parallel mit der 7D gearbeitet und fürchte ein wenig, dass die unterschiedliche Bedienung nervt. Und was die Qualitätskriterien betrifft, so müsste man eigentlich umgekehrt verfahren: Tele wegen der besseren Qualität im High-ISO bereich mit der 6D und WW dann mit der 7D. Aber natürlich liegt es nahe, umgekehrt zu arbeiten und Crop fürs Tele zu nehmen. Zumindest bei gutem Tageslicht

    • Matthias Fischer
      März 02, 2013

      ja, Du hast recht: die Unterschiede im handling stören ein wenig, da man nicht immer „im Blut“ hat, welche Kamera man gerade in der Hand hat. Es ist ein wenig so, als würde man Windows und MacOS parallel nutzen. Fast alles gleich. Fast…

      LG
      Matthias

  3. Joel Assato
    März 04, 2013

    Ein sehr guter Bericht, auf das Einsatzgebiet kommt es an, und da bin ich bei Dir, die 6D wird neben Reportage auch für Hochzeitsfotografen ein Renner werden und das ist auch gut so.

    Auch denke ich, dass alle, die eine APS-C Format Cam besitzen, diese auch behalten werden. Es gibt nichts besseres als die Doppel-Body-Strategie.

    P.S. Mittlerweile kann man doch an der 7D den Verriegleungsknopf nachrüsten lassen:
    http://www.canon.de/Support/Consumer_Products/products/cameras/Digital_SLR/EOS_7D.aspx?faqtcmuri=tcm:83-796314&page=1&type=faq

    Weiterhin viel Erfolg!
    Joel

    • Matthias Fischer
      März 04, 2013

      Hallo Joel,

      Danke für Deinen netten Kommentar. In der Tat ist die Nachrüstung der 7D ein Option, allerdings mit rd. 140,- € relativ teuer für eine „alte“ Kamera. Ich war aber manchmal kurz dafor, das zu machen, zumal sich das Rad auch noch relativ leicht verstellt. Nun habe ich mich dran gewöhnt, den Modus zu checken, wenn ich auf diese Cam wechsele. Bisher haut das hin…

      Immer gutes Licht und viel Spaß in der Fotografie!

      Matthias

  4. Andreas
    März 05, 2013

    Hey,

    danke für Deine Einschätzung! Komme noch aus der Analog-Welt und habe bis letztes Jahr mit ´ner A1, 24mm und 50mm Festbrennweite und 70-210mm Zoom fotografiert. Dann endlich ´ne Digitale 60d damit noch genug Luft für Optiken Fest 28mm, 50mm, 85mm und Zooms Tamron 10-24mm Canon 18-135mm und 70-300mm übrig blieben. Fotografiere gerne auch bei wenig Licht, daher als normalobjektive für Veranstaltungen die FB´s mit 1,4 bzw 1,8 Blende. Soweit ich weiss liegen die 60d und die 7d was Iso und Bildquali angeht nicht so weit auseinander, der AF schon. Nun meine Frage da ich auch andauernd in Sporthallen handball teils mit schwachem Licht fotografiere macht die 6d da Sinn, bei der 60d ist der AF da bei Blende 2,0 teilweise schon überfordert. ich denke die 7d ist vom AF grundsätzlich die Schnellste aber wie siehrt es da mit ISO jenseits 1250 aus. Ach so bin Amateur mit paar Jahren auf dem Puckel, kein Profi auch kein Dukateesel, also MKIII oder so ist echtes no go. Ich denke ein gehäuse für 1600 EUR ist schon grenzwertig bei meinen Optike, andererseits sehe ich durch andere Objektive was low light angeht keine echten Verbesserungsmöglichkeiten.

    LG Andreas

    • Matthias Fischer
      März 07, 2013

      Hallo Andreas,

      ich kann Dir keinen finalen Rat geben, aber drei Dinge sprechen trotz meiner Begeisterung für die 6D in Deinem Falle für die 7D:

      1. Serienbildgeschwindigkeit
      2. besserer Autofokus mit sehr guten Konfigurationsmöglichkeiten
      3. Mehr Geld bleibt übrig für ein 70-200 2.8 IS

      Dazu noch der größere Sucher. Bis ISO 3200 kannst Du die 7D auch einsetzen, sogar darüber, wenn Du in RAW entrauschst. Das sollte in durchschnittlich beleuchteten Hallen reichen. Die 6D spielt ihre ISO-Fähigkeiten in mittelalterlichen Kirchen mit 2 Kerzen aus…

      Die 1000,- € Unterschied zwischen einer jungen 7D und einer neuen 6D sind schonmal ein guter Anteil für das wirklich großartige 70-200, das an der 7D sogar zum 112-320 wird. Noch ein Vorteil für den Sport.

      Ich hoffe, ich konnte DIr helfen und wünsche Dir tolle Sportaufnahmen, mit welchem Gerät auch immer!

      Lieben Gruß

      Matthias

  5. andreas
    März 07, 2013

    Danke !!! Ich bin auch überlegen welche ich nehme. Ich hatte bis gestern die 50 D, jetzt schwanke ich zwischen der 7D und der 6 D . Geschwindigkeit ist be Portraits nicht so wichtig. Allerdings die Haptik. Die 50D mit Accugriff lag super in der Hand. Welche ist denn mit meiner EX vergleichbar ?;-)

    • Matthias Fischer
      März 07, 2013

      Hallo Andreas,

      ich würde die Haptik der 6D nicht verachten, Sie liegt wirklich gut in der Hand, zumal mit dem Original-Batteriegriff, der allerdings nicht wirklich günstig ist. Ich hatte die 40D, so gut wie die liegt die 6D allemal in der Hand. Wenn Du Porträts machen möchtes, würde ich Dir auf jeden Fall zur 6D raten. Vollformat bietet da einfach die besseren Freistellungsreserven.

      Viel Spaß beim Fotografieren!

      Matthias

  6. Carsten
    März 19, 2013

    Canon hat die 6D in meinen Augen durch den unzeitgemäßen AF, den fehlenden Doppelkartenslot und den weggelassenen Joystick klar vom Profissegment abgegrenzt.

    Überall dort wo der AF nicht unbedingt kritisch ist, ist die 6D sicher eine prima Kamera. Gerade bei Hochzeiten würde ich aber doch eher zu einer „Minderwertigkeitskoplexkamera“ greifen.

    • Matthias Fischer
      März 22, 2013

      Hi Carsten,

      danke für Deinen Kommentar. Du hast völlig recht, die 6D ist definitiv eine Kamera mit Einschränkungen, die Du auch klar benannt hast. Ob diese Einschränkungen verschmerzbar sind oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Angesichts meiner 7D mit schnellem und gutem Autofokus und hoher Serienbildgeschwindigkeit war für mich persönlch die 6D ein guter und tragbarer Kompromiss, wäre sie meine einzige Kamera, dann würde ich sicher auch zur MarkIII greifen.

      Lieben Gruß
      Matthias

  7. Christian Fürst
    April 08, 2013

    Ich habe nun ein paar Wochen mit der 6D gearbeitet und muss der Beurteilung aus Erfahrung in wenigen Punkten widersprechen. Leider ist das AF-System der 6D für mich alles andere als befriedigend. Die starke Beschränkung und die zu enge Anordnung der vorhandenen Sensoren erschweren die Arbeit enorm. Die außen liegenden Sensoren sind nicht sehr präzise bei schlechtem Licht, und selbst der zentralke, hoch gelobte sensor trifft sehr schnell daneben, wenn man den Focuspunkt nicht absolut genau trifft. Das aber lässt sich nur extrem schwer vorab kontrollieren.

    Hervorragend dagegen sind die nahezu vollständige Rauschfreiheit in hohen ISO-Bereichen. bis einschließlich 2500 ISO (immerhin fast 25 „alte“ DIN) ist bei richtiger Belichtung kein Entrauschen nötig. auch 3200 ist völlig unproblematisch. Und gerade heute habe ich Aufnahmen im HH Rathaus (Hardy Krüger Senior) gemacht, bei denen auch bei 4000 und 5000 ISO kein nennenswertes Rauschen (immer bei 1:1) zu sehen war. Das ist eine ganz wesentliche Verbesserung zur 7D und selbst zur 5D Mk3.

    Schwieirg ist die beurteilung der JPGs, die leider zu häufig – selbst bei Bildstil Natürlich – zermatscht werden.

    • Matthias Fischer
      April 09, 2013

      Hallo Chrisian,

      Danke für Deinen Kommentar. Ich bin völlig bei Dir: Der AF ist d a s große Manko der 6D. Er ist ein echter Rückschritt, wenn man von der 7D kommt, im Vergleich zur 5DMarkII sind es immerhin zwei Felder mehr. Im Prinzip ist nur das mittlere AF-Feld sinnvoll nutzbar, das allerdings funktioniert bei mir gut und treffsicher. Mir scheint es eher ein Schnelligkeitsproblem als ein Helligkeitsproblem zu haben. Fokussieren im Dunkeln klappt gut, Fokussieren in Bewegungen klappt weniger gut.

      Wäre die 6D meine einzige Kamera, würde ich zur 5DIII wechseln. Nur in der Kombi mit meiner 7D decke ich alle meine Bedürfnisse ab. Das mag snobistisch klingen, sich dafür 2 Kameras zu „halten“, ich hatte die 7D aber ohnhin und habe sie nun im Bereich ISO und Flüstermodus mit der 6D sinnvoll ergänzt, weil Hochzeitsfotografie ohne Backup Harakiri ist. Braucht man alles in einem Gehäuse, bleibt nur der Griff zur 5DMarkIII. Bei aller Kritik an der 6D muss man eben auch die knapp 1000,- € Unterschied zur 5DMarkIII sehen. Ich kenne viele, die sich über fehlende Features beschweren (AF, Dual-Kartenslot etc.) aber niemanden, der sagt, auf was er bereit gewesen wäre zu verzichten. Wenns nach mir ginge, hätte ich gerne den AF der 5DMarkIII oder zumindest der 7D, Dual-Karten-Slot und dafür kein GPS, kein WiFi und kein Video. Ich bin Fotograf und kein Filmer und bezahle bei jeder Kamera Video mit, ohne es zu nutzen. Vielleicht erhört mich Canon ja und baut mal wieder einen „Fotoapparat“.

      LG und immer gutes Licht!

      Matthias

  8. Christian Fürst
    April 08, 2013

    muss meine Angaben von eben korrigieren: 2500 ISO sind natürlich ungefähr 35 DIN rpt 35 DIN und nicht 25….


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