einfach gute Fotos

FAQ

Erfahrungsgemäß sind viele Brautpaare nach den ersten Versuchen, einen Fotografen zu finden, völlig erschlagen von Paketen, Preisen, Optionen und Fachbegriffen. Nach unzähligen Vorgesprächen und Hochzeiten habe ich deshalb für Euch einmal alle Fragen zusammengetragen, die mir dabei gestellt wurden oder die ich von meiner Seite aus angesprochen habe, weil sie mir wichtig erschienen. Dies ersetzt kein Vorgespräch und keinen persönlichen Kontakt, klärt aber vielleicht die eine oder andere Frage, die Euch selbst gar nicht eingefallen wäre. Viel Spaß beim Lesen, Ergänzungswünsche schickt gerne an

info@bilderwerft.com

Das Ganze auch als pdf zum Herunterladen hier…

1.Duzen wir uns schon?

Ja, offenbar…

Ich bin zwar derjenige auf Eurer Hochzeit, den Ihr am wenigsten und am kürzesten kennt, der aber an diesem Tag vermutlich am engsten und längsten an Euch „dran“ ist. Ich werde Euch weinen und schwitzen sehen, verlegen und glücklich, gerührt und verliebt. Uns genau deswegen muss ich am Tag Eurer Hochzeit sein wie ein guter Freund. Und den duzt man am besten. Also fangen wir gleich mal damit an.

2. Bist Du Profi und wie viele Hochzeiten hast Du schon fotografiert?

Nein, ich bin kein Profi, wenn Ihr unter einem Profi einen ausgebildeten Fotografen versteht. Die meisten Fotografen sind Autodidakten, auch mancher heutige „Profi“ hat nie eine formale Ausbildung gemacht. Aber ich habe auf meinem fotografischen Weg so manchen Workshop gemacht und mittlerweile die Erfahrung von über 50 Hochzeiten, davon viele Weiterempfehlungen, so dass ich sagen kann: Ich weiß, was ich tue.

3. Wie müssen wir uns Deinen Foto-Stil vorstellen? Worauf achtest Du beim Fotografieren?

Ich glaube, fotografieren kann jeder, die richtigen Motive und Blickwinkel zu sehen erfordert aber Erfahrung und ein kreatives Auge. Deswegen achte ich auf die kleinen Dinge nebenbei, lustige Begebenheiten am Rande, Eure Deko und die Atmosphäre Eures Festes. Ich versuche aufzunehmen, wie Ihr Eure Hochzeit geplant habt und sie Euch vorstellt und visualisiere dies mit viel Aufmerksamkeit, Humor und einem Augenzwinkern. Eine Hochzeit auf dem Land fotografiere ich anders als in einem alten Kraftwerk. Ich versuche Bilder zu machen, die überraschen und mit Regeln brechen: Schärfe und Unschärfe oder den Bildschnitt gegen die Regeln zu setzen, führt zu spannenden Bildern, die sich erst auf den zweiten Blick erschließen. Da sich aber alles irgendwann abnutzt, bekommt Ihr auch ganz natürliche und „normale“ Fotos ohne irgendwelche Effekte. Mein Bildstil in der Bearbeitung ist frisch, klar und scharf. Er soll Freude, Lebenslust und Liebe transportieren. Ich liebe schwarz/weiß.

4. Warum bietest Du nur Reportagen an und keine „Standard-Bilder“?

In Eurer Erinnerung sollte Eure Hochzeit ein ganzer Tag sein und kein steriles Bild im Fotostudio, das nichts von dem zeigt, was an dem Tag wichtig war. Alle Emotionen von Aufregung, Freude, Rührung, Erschöpfung und Glück haben an diesem Tag ihren Ort und ihre Zeit. Und nur in einer Reportage lässt sich diese Geschichte authentisch erzählen. Eine Reportage beginnt beim Schminken und Ankleiden, zieht sich über das Standesamt/die Trauung bis zum Empfang und zur Feier. Gestellte Gruppen- oder Paarfotos können das nicht transportieren, auch wenn sie vielleicht irgendwo an dem Tag auch ihren Platz haben können. Ich will Eure individuelle Geschichte in Bildern erzählen und nicht austauschbare Paarfotos machen. Deswegen bin ich an Eurem Tag an Eurer Seite und brauche Euer Vertrauen, damit ich diese Geschichte sehe und abbilden kann. Normalerweise beginnen meine Reportagen bei 6 Stunden. Ausnahmen bestätigen hier die Regel…

5. Warum kostest Du das, was Du kostest?

Jede Hochzeit erfordert eine gründliche Vorbereitung, hohen technischen Einsatz und vor allem eine umfangreiche Nachbearbeitung. Vorgespräch, Location-Check, Absprachen mit Location oder Pastor sowie ggf. das Probeshooting samt Nachbearbeitung nehmen schon vor der eigentlichen Hochzeit viel Zeit in Anspruch. Vor Ort kommt Technik im Wert eines Kleinwagens zum Einsatz, und nach Eurer Feier sitze ich einige Arbeitstage an der Sichtung, Auswahl und Bearbeitung Eurer Fotos. Als Faustregel kann man sagen, dass auf eine Stunde Fotografie drei Stunden Vor- und Nachbereitung kommen, damit Ihr perfekte Fotos erhaltet. Man kann das alles billiger machen: Keine Vorbereitung, kein Probeshooting, Standard-Equipment von der Europalette und ein Standard-Filter über alle Bilder. Wer das möchte, ist bei mir an der falschen Adresse. Trotzdem weiß ich, dass viele Paare über die Preise guter Fotografen überrascht sind und dieser Posten in der Hochzeitskalkulation nach der Location an zweiter Stelle landet, auch wenn das nie geplant war. Dafür sind meine Preise Festpreise und enthalten keinerlei versteckte Kosten. Letztlich sind die Fotos neben den eigenen Erinnerungen aber das einzige, was von Eurem großen Tag bleibt.

6. Wie gestaltest Du Deine Angebote?

Wenn ich mir die „Leistungen und Preise“-Seiten von Hochzeitsfotografen anschaue, habe ich manchmal das Gefühl, dass es darum geht, gerade nicht zu verraten, was man kostet und wie man kalkuliert. Als Brautpaar hört man während der Vorbereitung ständig. „Sie heiraten ja schließlich nur einmal, da sollten Sie…“ Was richtig ist, dass alle Hochzeiten unterschiedlich sind und sich nicht pauschal mit Preisen versehen lassen, wie ein Haarschnitt beim Friseur. Ich mag es aber nicht, wenn Brautpaare ständig Überraschungen erleben und Dinge „nachkaufen“ müssen. Ich kalkuliere grundsätzlich mit einem Stundenpreis von ca. 170,- €. Dazu kommen ggf. Fahrtkosten, ein Probeshooting, ein zweiter Fotograf bei aufwendigen, langen oder anders nicht zu fotografierenden Hochzeiten sowie ggf. Hochzeitsalben und Prints. Das alles besprechen wir und ich mache daraus Euer individuelles Paket mit einem Festpreis. Wenn wir uns im vereinbarten Zeitrahmen bewegen, kommt zu diesem Preis nichts mehr hinzu. Wenn wir „überziehen“, stimmen wir das auf der Hochzeit kurz ab, den Preis dafür wisst Ihr vorher.

7. Wann passen wir zu Dir und du zu uns?

Wir passen zusammen, wenn die Chemie stimmt. Das klären wir in Vorgespräch und Probeshooting. Meist sind meine Paare Menschen, die sich mit Vorfreude und Kreativität an die Planung der Hochzeit machen, denen persönliche Sympathie auch zu ihrem Fotografen wichtig ist und die mich nicht als reinen Dienstleister, sondern als Teil ihrer Hochzeitsgesellschaft sehen. Euch sind gute Fotos wichtig und Ihr versteht, dass das auch etwas kostet, weil Ihr kreative Arbeit versteht und schätzt. Trotzdem seid Ihr nicht bereit, horrende Summen zu investieren. Ihr habt Humor, wollt Euch mit Eurem Fotografen entspannt und wohlfühlen, könnt vertrauen und wollt nicht alles selbst kontrollieren. Am Tag Eurer Hochzeit seid Ihr entspannt, lasst alles auf Euch zukommen, nehmt Pannen mit Humor und achtet bei allem Stress auch darauf, das wichtigste nicht zu vergessen: Euch und Eure Liebe.

8. Wir sind gar nicht fotogen und mögen überhaupt nicht fotografiert werden!

Kein Problem, das sagen mir viele meiner Paare im Vorgespräch. Inzwischen weiß ich: Brautpaare sind immer hübsch und fotogen, denn Brautpaare lieben sich und Liebe ist immer fotogen. Es kommt nur darauf an, sich dem Fotografen anzuvertrauen. Meine Leitidee ist, insbesondere beim Paarshooting: Ihr müsst nicht mit der Kamera flirten, sondern mit Euch. Redet miteinander, lacht, flirtet, knutscht. Kurz: Macht all das, was Ihr sonst auch macht, wenn Ihr verliebt, im Urlaub oder sonst wie entspannt seid. Ich beobachte Euch mit der Kamera und erzähle genau diese Geschichte, die ich sehe. Ein Paarshooting mit mir bedeutet gerade nicht, ununterbrochen starr in die Kamera zu lächeln. Ihr dürft alles machen, was Ihr wollt, es gibt keine Regeln, an die Ich Euch halten müsst, Spontaneität ist Trumpf, die Kamera ist gar nicht da. Meine Aufgabe ist es, Euch in diese Stimmung zu bringen.

9. Wie viele Bilder haben wir am Ende in der Hand?

Das hängt von vielen Dingen ab: Was ist geplant an dem Tag? Wie ist das Wetter? Welche Locations taugen als tolles Motiv, wieviel Zeit haben wir für das Paarshooting? Ich gehe aus einem Hochzeitstag meist mit rund 2000 Bildern nach Hause. Daraus versuche ich die 350 besten herauszusuchen, das entspricht etwa 10 Kleinbildfilmen von früher. Die Geschichte Eures Tages und Eurer Liebe sollte man in 350 Bildern erzählen können. Mehr Bilder machen meist keine bessere Geschichte, sondern verwässern sie. Trotzdem werden es meist ein paar mehr Fotos, weil auch ich mich von schönen Motiven nur schwer trennen kann. Als ganz grobe Faustformel könnte gelten, dass etwa 30-40 Fotos/Stunde bei Euch landen. Wenn Ihr mehr Fotos möchtet, können wir das vereinbaren.

10. Wie lange warten wir auf die Bilder?

Auch das hängt von vielen Faktoren ab, auf keinen Fall länger als vier Wochen. Meist habt Ihr Fotos nach 14 Tagen, wenn Ihr es aus irgendwelchen Gründen eilig habt, kann ich Euch auch nach der ersten Durchsicht z.B. drei Fotos fertigmachen, die Ihr für Karten etc. verwenden könnt. Das besprechen wir vorher.

11. Wie bearbeitest Du die Bilder, machst Du auch Retuschen?

Die Bearbeitung der Rohdaten (RAW-Dateien) ist wesentlicher Teil meiner Leistung für Euch und umfasst zuerst die Auswahl. Hier zählen neben der technischen Qualität auch die Abdeckung aller Elemente Eurer Feier und der Beitrag, den ein Foto für das Erzählen Eurer Geschichte leistet. Hieraus ergibt sich eine erste Auswahl. Diese Auswahl wird grundsätzlich bearbeitet, dabei bekommen die Bilder den Bildlook, den ich für Eure Hochzeit passend finde. Dazu gehört der Schnitt, Farben, Kontraste, Helligkeit und viele andere Parameter. Hier entscheide ich auch, ob und welche Bilder in schwarz-weiß besser wirken. Bei den besten Fotos aus dem Paarshooting werden auch kleinere Retuschen vorgenommen, wenn Euch am Hochzeitsmorgen der Pickel-Teufel heimgesucht hat. Ich mache Euch aber weder jünger noch schlanker oder verändere sonst irgendwie Euren Typ. Das gilt auch für Veränderungen am Styling oder der Kleidung. Erst danach werden alle Bilder ins gewohnte JPG-Format umgerechnet. Da Ihr die Bilder sicher auch drucken lassen wollt, bleibe ich immer im gängigen Seitenverhältnis 4:3 bzw. 3:2. Alles andere erzeugt beim Druck weiße Streifen am Rand und verhindert einen randlosen Druck.

12. In welcher Form bekommen wir unsere Bilder?

Alle meine Paare bekommen ihre Bilder auf einem schicken USB-Stick im schlichten Bilderwerft-Look. Zusätzlich sichere ich Eure Daten mindestens 5 Jahre, so dass Ihr im Notfall auch nochmal nachordern könnt. Bitte sichert auch Eure Bilder ausreichend auf Festplatten. Die von mir gelieferten Daten haben mindestens eine Auflösung von 4000 Pixeln an der langen Kante. Das reicht für wandgroße Prints aus. Einige Wochen nach Euer Hochzeit lösche ich die nicht verwendeten Fotos, um meine Festplatten zu entlasten. Wenn Ihr Bilder vermisst, sagt mir bitte bald nach Eurer Hochzeit Bescheid.

13. Welche Rechte haben wir und Du an den Bildern?

Ihr erwerbt mit der vollständigen Begleichung der Rechnung alle nichtkommerziellen Nutzungsrechte an den Bildern. Ihr könnte sie drucken, verändern, weitergeben an Eure Freunde oder sonst wie verarbeiten. Lediglich eine kommerzielle Verwendung ist untersagt, bzw. nur nach vorheriger Genehmigung durch mich möglich (Bspw. Anfrage einer Hochzeitszeitschrift zur Verwendung eines Eurer Fotos im Heft oder im Web). Hier greift mein Urheberrecht: Bei allen kommerziellen Nutzungen muss ich zustimmen, kann Honorar verlangen und habe Anspruch auf die Nennung meiner Urheberschaft. Ich behalte mir das Recht vor, einzelne Bilder als Referenz für meine Werbung im Netz oder als Print zu verwenden. Diese Auswahl stimme ich normalerweise mit Euch ab, und veröffentliche kein Bild ohne Eure Zustimmung. Lediglich wenn wir gar keine gemeinsame Auswahl treffen können, behalte ich mir das Recht vor, diese unter Einhaltung der einschlägigen Regeln (keine Kinder, keine Dritten ohne deren Zustimmung) selbst vorzunehmen. Solltet Ihr grundsätzlich keine Veröffentlichung wünschen, respektiere ich das natürlich, erlaube mir dann aber, einen Aufschlag von 15% auf das vereinbarte Honorar zu berechnen. Bitte sagt mir das dann ausdrücklich im Vorgespräch.

14. Bietest Du auch einen Photobooth an?

Nein. Ein Photobooth ist eindeutig eine lustige Sache, benötigt aber den ganzen Abend meine Aufmerksamkeit, die mir fehlt, um mich um Euch zu kümmern. Die Komplexität der Technik, die nebenbei viel Material bindet und fehleranfällig ist, erfordert immer eine Person vor Ort. Diese müsstet Ihr im Zweifel auch bezahlen. Ihr kauft bei mir aber keinen Fotoautomaten, sondern meine kreative Leistung als Fotograf. Es ist daher schlauer, wenn Ihr Euch einen Photobooth mietet. Inzwischen gibt es gute Systeme, die dann auch den ganzen Abend betreut werden, so dass ich ganz für Euch und Eure Gäste da sein kann.

15. Bietest Du Abzüge oder Alben an?

Ja und Nein. Ihr bekommt von mir keine Ausdrucke oder Fotobücher, da die Auswahl nur durch Euch getroffen werden kann und Ihr den Ausdruck kostengünstig selbst in die Hand nehmen könnt. Wenn Ihr Druckdienstleistungen von mir möchtet, vereinbaren wir das vorher und Ihr bekommt dafür ein separates Angebot. Hochzeitsbücher haben inzwischen eine so unfassbare Preisspanne, dass hier eine Abstimmung auf jeden Fall Sinn macht.

16. Wie kommen unsere Gäste an Fotos von unserer Hochzeit?

Leider versauern viele Hochzeitsbilder immer wieder auf den Festplatten des Paares, ohne je die Gäste zu erreichen. Viele Paare haben aber auch keine Lust, die Verteilung von mehren hundert Fotos an die Gäste zu übernehmen. Aber es gib eine Lösung: Die Online-Galerie, die bei mir bereits im Preis inbegriffen ist. Wie funktioniert’s? Ich verteile am Tag Eurer Hochzeit meine Visitenkarten mit einem eingedruckten individuellen 6-stelligen Code. Mit diesem Code gelangen eure Gäste über meine Homepage direkt in Eure Galerie. Diese enthält nahezu alle Gästefotos und ein paar ausgewählte Bilder von Trauung, Paarshooting etc. Eure Gäste können sich umschauen und einzelne oder alle Bilder herunterladen. Die Bilder sind in der Auflösung reduziert und tragen mein Wasserzeichen. Dafür sind sie für Eure Gäste kostenlos. Für das Zeigen und Teilen auf Handy, iPad, Fernseher oder PC reicht die Auflösung jedoch aus. Normalerweise lasse ich diese Galerie ca. 3-4 Monate stehen und nehme sie dann wieder aus dem Netz. Natürlich lade ich die Auswahl erst hoch, wenn Ihr Eure Bilder gesehen habt. Ich verbinde mit dieser Galerie auch immer den Wunsch, dass Eure Gäste sich auf Euch und das Fest konzentrieren und nicht mit dem Handy alles mit fotografieren. Manchmal geht er in Erfüllung…

17. Was passiert, wenn Du krank wirst oder wir die Hochzeit absagen müssen?

In 6 Jahren mit rd. 60 Hochzeiten war ich noch nie krank und abgesagt wurde auch noch nichts, aber vorkommen kann es natürlich. Im schlimmsten Fall muss ich euch absagen. Da ich inzwischen ein gutes Netzwerk aus Kolleginnen und Kollegen habe, bin ich mir ziemlich sicher, auch kurzfristig einen Ersatz für Euch zu finden und würde auch alles versuchen, damit Ihr nicht ohne Fotograf dasteht. Eure Terminreservierungsgebühr erhaltet Ihr zurück, die Fotos aus dem Probeshooting bleiben Euch natürlich trotzdem. Wenn Ihr mir nach verbindlicher Buchung absagt, verfällt Eure Terminreservierungsgebühr für den Verdienstausfall. Weitere gegenseitige Ansprüche bestehen nicht.

18. Was passiert, wenn Deine Kamera während der Trauung kaputtgeht?

Dann habe ich natürlich Ersatz dabei. Ich arbeite grundsätzlich mit doppeltem Equipment: Jedes wichtige Teil ist mindestens zweimal vorhanden: Kameras, Objektive, Blitze etc., so dass ich bei Ausfall immer gewappnet bin. Bei großen Hochzeiten fotografiere ich mit einer Assistentin oder einem Assistenten, der Equipment der gleichen Marke nutzt, so dass wir uns zur Not auch aushelfen könne, wenn alle Stricke reißen.

19. Fotografierst Du in der Kirche?

Ja, wenn Eure Pastorin oder Pfarrer mich lässt. Besprecht das bitte unbedingt im Vorfeld. Viele Geistliche haben schlechte Erfahrungen mit Fotografen gemacht. Blitzlichtgewitter, Dauerfeuer und Herumlaufen im Altarraum sind leider keine Seltenheit. Ich fotografiere dagegen sehr zurückhaltend: Die Kamera läuft im „silent mode“, Blitz gibt es gar nicht und ich bewege mich so wenig wie möglich. Ich fotografiere z.B. nicht während der Gebete und dem Segen. Sagt Eurem Geistlichen, dass Ihr einen professionellen Fotografen habt, der die Trauung und den Ort achtet und sich mit Gottesdiensten auskennt. Bietet ihm an, in die Gottesdienstordnung zu schreiben, dass alle Gäste Handy und Kamera stecken lassen sollen, weil der Fotograf hinterher ausreichend Bilder zu Verfügung stellt.

20. Wieviel Zeit sollten wir wann für das Paarshooting einplanen?

Seht das Paarshooting als kleine Auszeit an einem hektischen Tag, in der Ihr Zeit nur für Euch habt. Ihr könnt reden, den bisherigen Tag Revue passieren lassen und ich fotografiere Euch dabei. Ab und an ein paar kleine Anregungen und Hinweise, aber kein stures Grinsen in die Kamera. Das werden die besten Fotos. Eine gute Richtschnur sind 1-1,5 Stunden, wenn wir an einem Ort bleiben und nicht irgendwo an eine besondere Selle fahren wollen. Entspannte Fotos entstehen nicht unter Zeitdruck, sondern durch Ruhe, die Möglichkeit, zu plaudern und Dinge auch mehrfach zu machen. Kürzer geht auch, dann geht es etwas zackig, länger ist meist auch für Euch anstrengend. Und Ihr solltet Eure Gäste nicht zu lange warten lassen. Das Paarshooting können wir irgendwann am Tag einschieben, schöner ist es, das direkt nach dem Ankleiden und Schminken zu machen, da kann man meist auseichend Zeit einplanen, allerdings seht Ihr Euch dann schon vor der Trauung. Die besten Zeit ist wegen des Lichtes am späten Nachmittag. Alles ist möglich, wir besprechen genau diese Dinge im Vorgespräch.

21. Wie läuft ein Probeshooting ab und warum ist das empfehlenswert?

Im Probeshooting möchte ich Euch die Angst nehmen, die Ihr vielleicht vor der Kamera habt. An einem normalen Tag treffen wir uns in ganz normalen Klamotten, trinken einen Kaffee und machen dann irgendwo eine kleine Fototour. Wir nutzen die Kulisse Eurer Location oder in Hamburg für entspannte Fotos eins verliebten Paares. Ich probiere ein paar Dinge mit Euch aus, wir fotografieren ein paar verrückte Dinge und ein paar Standards, denn auch die gehören zum Paarshooting dazu. Dabei unterhalten wir uns, was Euch gefällt, was nicht, ich lerne Euch kennen und Ihr mich und am Ende haben wir eine gute Zeit miteinander verbracht. Die fertigen Fotos dienen auch als Anschauungsobjekt, was Euch gefällt, was nicht, auf welchen Fotos Ihr Euch wohlfühlt und wiedererkennt und was Euch nicht so zusagt. Das gilt auch für die Bearbeitung der Bilder. Das hilft uns allen, um am Hochzeitstag entspannt ins Paarshooting zu gehen. Und Ihr habt einmal ordentliche Fotos von Euch, die keine Schnappschüsse aus dem Urlaub sind oder von irgendwelchen Partys stammen. Die Fotos könnt Ihr für Einladungen oder alle andern Zwecke nutzen.

22. Kannst Du uns Tipps für die Planung geben?

Ja. Erfahrungsgemäß sind viele Paare entweder unsicher, wie sie den Tag am besten planen sollen, verschätzen sich mit den Zeiten oder freuen sich über den einen oder anderen Tipp. Nach über 60 Hochzeiten inkl. der eigenen kann ich vielleicht auch etwas Sinnvolles beisteuern, Euch mit Locations oder Dienstleistern beraten. Das sollen übrigens auch alle anderen Dienstleister können, mit denen Ihr im Vorfeld Eure Feier zu tun habt. Manchmal empfehle ich Euch z.B. einen sog. „second shooter“.

23. Was ist ein „Second shooter“ und wann brauchen wir ihn?

Ein „second shooter“ ist in meinem Falle eine zweite Fotografin, die selber Hochzeiten fotografiert, die gleiche Kameramarke nutzt und in einem ähnlichen Stil wie ich fotografiert. Ihr Einsatz macht Sinn bei sehr langen Hochzeiten (ab 8 oder 10 Stunden), vielen unterschiedlichen Locations oder aus logistischen Gründen, um gleichzeitig an zwei unterschiedlichen Orten sein zu können. So können wir das Fertigmachen von Braut und Bräutigam an verschiedenen Orten einfangen oder uns in der Kirche aufteilen, um möglichst wenig herumrennen zu müssen. Eine solche Assistenz nimmt viel Stress aus dem Tag, kümmert sich um Parkplatzsuche und Equipment, hält beim Paarshooting Reflektoren, Regenschirme oder das Kleid und schaut, ob alles sitzt und passt. Bei den Gästefotos teilen wir uns auf, nutzen unterschiedliche Brennweiten und Perspektiven und sorgen für eine größere Bandbreite und Vielfalt an Fotos. Außerdem kann ein „second shooter“ auch einfach mal herumexperimentieren und dabei vielleicht völlig unerwartete Fotos machen.

24. Warum sollte nicht einer unserer Gäste fotografieren?

Ich mache den ganzen Tag nichts anderes, als nach dem besten Bild zu suchen. Eure Gäste sind Gäste, sollen feiern, Freunde oder Familie treffen und sich um Euch kümmern. Im entscheidenden Augenblick ist der fotografierende Gast auf der Toilette, die Kamera gerade nicht zur Hand oder der Akku alle. Aus diesem Grund fotografiere ich auch grundsätzlich nicht die Hochzeiten von Freunden. Entweder Gast oder Fotograf.

Darüber hinaus weiß ein erfahrener Hochzeitsfotograf, wann sich wo welche Situation und welches Motiv ergeben wird. Er ahnt diese Situationen und steht dann an der richtigen Stelle, wenn sie eintreten. Er sieht Dinge und Momente voraus, weil er sie schon viele Male genau so gesehen hat. Er weiß, wann sich die Braut in der Kirche umdreht, das kleine Kind aus der Kirchenbank schaut oder der Schwiegervater ein Tränchen verdrückt.

Drittens hat ein Hochzeitsfotograf einfach das bessere Equipment. Das macht von alleine keine besseren Bilder, aber es ermöglicht Fotos, wo andere an ihre Grenzen kommen: Hochempfindliche Kameras und lichtstarke Objektive machen Fotos in dunklen Kirchen oder schummrigen Locations möglich, ohne hässliches Blitzlicht zu nutzen. Profiequipment funktioniert auch beim Shooting im Regen, wenn das Paar trocken unterm Dach steht. Schließlich hat der Hochzeitsfotograf Erfahrung im Umgang mit Gästen, weiß wie man sich in Kirchen unauffällig bewegt und trotzdem gute Bilder macht. Kurz: er weiß, wie man unsichtbar ist und dennoch präsent.

25. Vielleicht eine komische Frage, aber: Was hast Du bei unserer Hochzeit an?

Keine komische Frage, sondern ganz wichtig! Hochzeitsfotografie ist Sport. Eine Kamera mit angesetztem Objektiv und Blitz wiegt um die fünf Kilo, das den ganzen Tag zu tragen und damit zu arbeiten ist körperliche Anstrengung. Ihr erwartet zu recht keine Standardbilder aus der immer gleichen Höhe, sondern verschiedene Perspektiven, zur Not auch mal vom Boden aus. Deswegen komme ich nicht im Anzug. Jeans, ein frisches Hemd (im Sommer auch mal mehr) und für die Kirche ein Jackett, das ist meine Arbeitskleidung. In diesem Falle gilt: form follows function. Spätestens, wenn ich vor Euch auf dem Boden liege und fotografiere, werdet Ihr das verstehen…

26. Müssen wir für Dich ein Essen und einen Platz am Tisch einplanen?

Je nach Dauer, ist etwas zu essen und vor allem zu trinken unabdingbar. Da ich auch während der Feier gerne mobil bleibe, ist auch ein Platz am Tresen o.ä. völlig in Ordnung, so dass ich nicht immer aufstehen und meinen Tisch im Stich lassen muss. Ob ich etwas vom Hochzeitsessen esse oder die Küche lieber etwas einfaches Eigenes macht, ist völlig egal, das könnt Ihr mit eurem Caterer oder der Location besprechen. Aber ab 6 Stunden Einsatz für Euch gehe ich davon aus, dass Ihr etwas zu essen mit einplant. Erfahrungsgemäß gilt übrigens das gleiche für den DJ.

27. Was, wenn uns Deine Fotos am Ende nicht gefallen?

Um ehrlich zu sein: Dann haben wir alle im Vorfeld etwas falsch gemacht. Vorgespräch und Probeshooting sollen genau das ausschließen. Solange die Bilder technisch einwandfrei sind, habe ich meine Leistung erbracht und Ihr seid zahlungspflichtig, denn über Geschmack lässt sich bei einer künstlerischen Leistung leider nicht streiten. Bisher ist dieser Fall aber noch nie eingetreten und ich werde alles tun, damit das so bleibt.

28. Wie laufen Buchung und Abrechnung genau ab?

Wenn Euch meine Fotos gefallen, meldet Euch bei mir. Wichtig ist zu Anfang der Termin, der Ort, die eingeplante Dauer und vielleicht eine grober Ablauf. Wenn der Termin frei ist, machen wir einen Termin zum Kennenlernen aus. Bei Euch, bei mir oder irgendwo in einem Café. Ihr könnt Fotos mitbringen, die Euch gefallen oder auch gerade nicht gefallen, wir gehen mein Fotobuch nochmal durch und besprechen alle wichtigen Fragen. Danach mache ich Euch aufgrund der genaueren Infos ein Festpreisangebot mit genauer Terminangabe und reserviere diesen Termin. Das Angebot nehmt Ihr durch Bestätigung und eine Terminreservierungsgebühr von 25% an, dann ist Euer Termin fest gebucht und wird auch nicht mehr vergeben. Wir vereinbaren dann ggf. einen Termin für das Probeshooting, die Bilder Eurer Hochzeit erhaltet Ihr persönlich oder wenn es nicht anders geht, per Post. Wenn es Neuigkeiten in Eurer Planung gibt, die ich wissen sollte, haltet Ihr mich auf dem Laufenden, ansonsten telefonieren wir eine Woche vor Eurem Termin und sehen uns dann an Eurem großen Tag. Bitte habt Verständnis, dass ich Termine ohne Ansage wieder freigebe, wenn ich zwei Wochen nach meinem Angebot nichts von Euch höre. Einige Brautpaare reservieren leider bei vielen Fotografen, um sich dann nie wieder zu melden. Wenn Ihr Euch noch mit anderen Fotografen treffen wollt, ist das völlig in Ordnung, lasst uns das vorher besprechen. Verbindlich reserviert ist Euer Termin nach Eingang der Terminreservierungsgebühr.

29. Wo ist der Vertrag, den wir unterzeichnen müssen?

Es gibt keinen. Denn es lässt sich nicht alles vertraglich regeln und ich bin ein großer Freund von Vertrauen und Handschlag. Ihr bucht mich über die Terminreservierungsgebühr von 25% der Summe aus dem Angebot. Dort stehen Zeit und Ort sowie die eingeschlossenen Leistungen. Alle anderen Katastrophen und Fragen klären wir wie erwachsenen Menschen. Ich fahre damit sehr gut und meine Paare sind glücklich, sich einmal während der Hochzeitsvorbereitungen nicht 15-seitige AGB durchlesen zu müssen.

30. Was machst Du eigentlich, wenn Du nicht fotografierst?

Ich leite als Geschäftsführer eine Einrichtung der Erwachsenenbildung. Zwischen Kalkulationen, Anträgen, Programmen und Referenten-Planung ist die Fotografie ein herrlicher Ausgleich. Ich kann mir meine Arbeitszeit zum Glück so einteilen, dass ich auch am Freitag mal Euer Standesamt fotografieren kann.

Ansonsten leben ich mit der besten Ehefrau der Welt und unserem Labrador Bruno im grünen Alstertal im Norden Hamburgs. Wenn Ihr beide kennenlernen wollt, kommt am besten zum Vorgespräch zu uns.